Liga: TSV Etelsen - Heeslinger SC II 2:2 (1:1)

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Nicht immer läuft es wirklich rund! ermm

Über die gesamte Spielzeit betrachtet waren wir - nach meinem Eindruck - zwar das leicht überlegene Team und hatten auch die ein oder andere Chance mehr als der Gegner, mussten uns am Ende am dennoch mit einer Punkteteilung begnügen. Die Gefühlslage nach dem Abpfiff war unverkennbar. Während bei den Gästen das Unentschieden wie ein Sieg gefeiert wurde, sorgte der Last-Minute-Ausgleich des HSC bei uns für eine Stimmung, wie sie auf den jüngsten Wahlparties der SPD vorherrschend gewesen sein mag.

Dabei waren unsere Jungs sehr engagiert gestartet und setzten die Oberligareserve des Heeslinger SC gehörig unter Druck. Innerhalb der ersten halben Stunde wäre zumindest ein zweifacher Torerfolg unsererseits möglich gewesen, aber es sollte nicht sein. Auf der Gegenseite versuchte man es dagegen mit der einfachen Gleichung
"langer Ball plus gewonnenes Laufduell plus zu langer Entscheidungsprozess beim Keeper gleich Tor"
und hatte damit auch sofort Glück, denn Heeslingens Rayk Hess erzielte genau nach diesem Muster das 0:1 (43.)!
Damit drohte der Spielverlauf der ersten Halbzeit auf den Kopf gestellt zu werden, doch die Freude bei den Gästen währte nur Sekunden, da hatte Emrullah Gülalan schon für den Ausgleich gesorgt. Heeslingens Nr. 1, Patrik Borchers, war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Danach bließ der Schiri zur Pause.

Im zweiten Durchgang sah es lange Zeit so aus, als hätten wir alles im Griff. Schon bevor Gülalan mit seinem zweiten Treffer für das umjubelte 2:1 in der 55. Minute gesorgt hatte, hätte sein Sturmpartner, Bastian Reiners, schon in der 49. die Signale auf Sieg gestellt haben können, doch leider war er an Borchers hängen geblieben. Nach "Emrus" Führungstreffer, den er übrigens als Bogenlampe mehr oder weniger mit dem Hinterkopf erzielt hatte, schafften wir es in der Folgezeit leider nicht, nachzulegen. Möglichkeiten dazu gab es einige (z. B. Schöning in der 67., Petzold nach Ecke in der 72. und insbesondere Reiners, der in der 77. alles richtig machte und trotzdem mit einem abgefälschten Abschluss am Pfosten scheiterte). Wer die ominösen Gesetze des Fußballs kennt, weiß, dass sich so etwas oftmals rächt. Und so sollte es auch uns ergehen. Angesichts unseres knappen Vorsprungs warf Heeslingen in den letzten 6-7 Minuten der Begegnung alles nach vorn und kam nun seinserseits zu zwei Möglichkeiten, von denen ein Pfostenschuss nach Freistoß in der 87. wohl die beste war. In der Nachspielzeit leitete dann ein gelungenes Zuspiel von Heeslingens Enis Busch in den Lauf von Nico Finke den Ausgleichstreffer der Gäste ein. Finke hatte nach kurzem Solo über halbrechts die Pille am langen Pfosten in die Maschen gesetzt und mit diesem 2:2 für die Tristesse bei uns und den Jubel beim HSC gesorgt. Erwähnenswert dabei, wie der Gästecoach unmittelbar nach dem Treffer mit seinem ganzem Körper und dem Einsatz beider Fäuste versuchte, den ramponierten Rasen wieder in Form zu walzen bzw. zu klopfen mrgreen, das ist Fußball - Emotion und Leidenschaft pur!

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