Wie das Spiel gewesen ist? Den Umständen entsprechend durchaus passabel.
Ich zumindest war über weite Strecken mit dem Auftritt unserer Jungs ganz zufrieden. Es war sicherlich kein berauschendes Fußballfest, dass wäre auch schon aufgrund des schlechten Zustandes des Schlossparkstadions ein kleines Wunder gewesen, aber immerhin war Etelsen erfolgreich um Spielkontrolle bemüht, ließ hinten kaum etwas zu und versuchte erkennbar, nach vorne Akzente zu setzen. Leider war erneut festzustellen, dass uns am und im gegnerischen 16er i. d. R. nichts Zielführendes mehr einfällt. Da der Gegner auch nicht gerade besonders viel Spielwitz erkennen ließ, sah es längere Zeit nach einem torlosen Remis aus. Doch Jarno Blicker wollte nach 24 Minuten im eigenen Strafraum vermutlich etwas gegen die aufkommende Langeweile unternehmen und so brachte er kurzerhand mit einem gefährlich hohen Bein einen Gegenspieler zu Fall und den Schiedsrichter zum Pfeifen. Lindwedels Nr. 23 Fabian Woitschek, ein Linksfuß, visierte den rechten Pfosten an, doch Sebastian Grimm hatte den Braten gerochen und konnte den weder besonders platziert noch besonders scharf geschossenen Flachschuss abwehren. In der 29. wurde ein Voss-Freistoß aus vielleicht 35 m, der unmittelbar vorm Gästekeeper aufsetzte, überraschend gefährlich. Fünf Minuten später setzte Justin Gericke am kurzen Pfosten einen Kopfball nach Voss-Ecke leider nur ans Außennetz. Bis zum Halbzeitpfiff kamen auch die Gäste noch zu der ein oder anderen Halbchance, insbesondere nach ruhenden Bällen, aber wirklich gefährlich wurde es nicht mehr.
Das änderte sich allerdings nach dem Wiederanpfiff. Der zweite Durchgang war gerade mal 5 Min. alt, als unser Justin Gericke den Ball bereits von Dogan Dilek bedrängt noch schön per Hacke auf Blicker spielen wollte, doch der Versuch schlug fehl, statt Blicker kam Fabian Woitschek in Ballbesitz, der die Pille nicht nur in unseren Straftraum brachte, sondern sich nach einigem Hin und Her sogar als Vollstrecker feiern lassen durfte. Aus meiner Sicht ein absolut unnötiges Gegentor. Glücklicherweise kamen wir noch zum Ausgleich. In der 63. Min. schlug Pascal Voss einen Freistoß aus bestimmt 25 m hoch in den Strafraum, der über zwei Zwischenstationen den Weg zu Tjark Vogler fand. Tjark fackelte nicht lange und schob aus kürzester Distanz zum umjubelten 1:1 ein. Keine 10 Min. später gab es den nächsten Aufreger, der Schiedsrichter hatte den Gästen einen indirekten Freistoß im Strafraum zugesprochen. Weshalb war nicht nur mir ein Rätsel, aber egal, die Situation konnte ohne Gefahr geklärt werden.
In den letzten 20 Minuten versuchten beide Teams mit gebremstem Schwung die Entscheidung herbeizuführen, aber ganz ehrlich, den Sieg hätte keine Seite verdient gehabt. Letztlich blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden.
Fazit: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!

