Leider haben wir die Riesenchance, uns weiter von der Abstiegszone abzusetzen, nicht genutzt und so würde es mich nicht wundern, wenn es mal wieder zu einem spannenden Finish um den Klassenerhalt unter Beteiligung der Schlossparkkicker kommen würde ermm

Dabei wäre ein Auswärtssieg im Alten Land zweifelsfrei möglich gewesen, aber wie schon so oft in dieser Saison, waren wir in der Box nicht effizient genug. Und dann leitet man auch noch dank eines üblen Ballverlustes im Spielaufbau selbst das Gegentor ein. Unser Pechvogel Tjark Vogler hatte auf Höhe der Mittellinie die Pille an Michael Stern verloren und schon ging der Zug in die Gegenrichtung ab. Unsere weit aufgerückte Abwehr konnte nicht mehr eingreifen und so genügte ein Querpass am 16er auf den mitgelaufenen Ali Demirelli, der aus vielleicht 8 m frei vor Schulz erfolgreich vollstreckte (18.). Von dem unnötigen Rückstand unbeeindruckt, versuchten unsere Jungs zum Ausgleich zu kommen, doch leider konnte der VfL-Keeper einen vielversprechendeAbschluss von links entschärfen. Mit fortschreitender Spieldauer kamen wir immer mehr unter Zugzwang und die Platzherren verstanden es geschickt, mit Kontern Nadelstiche zu setzen. In der Schlussphase des ersten Durchgangs hatten wir noch mehrere gute Gelegenheiten, insbesondere durch einen Schöning-Kopfball gegen die Querlatte nach Flanke von rechts (43.). Doch entweder ließ die Zielgenauigkeit unsererseits zu wünschen übrig oder Timo Haepp im Tor der Gastgeber stand im Weg.

So konnte der VfL seinen knappen Vorsprung mit in die Pause nehmen und auch danach fiel es uns schwer, aus Ballbesitz gefährliche Torraumszenen zu kreieren. Die Gastgeber dagegen spielten einfach und effektiv. Beim 2:0 in der 57. genügte ein Abschlag in unsere Hälfte gefolgt von zwei Kopfbällen und schon durfte Michael Stern mit einem klugen Pass rechts raus auf Louis-Maximilian Ney das zweite Tor des Tages vorbereiten. Ney setzte sich absolut sehenswert im Strafraum durch und ließ unserem Keeper aus 6 m keine Abwehrmöglichkeit.

Das war natürlich schon so etwas wie die Vorentscheidung, denn ein richtiges Powerplay aufzuziehen, ist derzeit nicht unbedingt unsere Stärke. Nach meinem Gefühl waren wir zwar häufiger im Vorwärtsgang unterwegs als Stade, aber deswegen nicht unbedingt gefährlicher! Und tatsächlich sollten die Platzherren in der Nachspielzeit noch zu ihrem dritten Treffer kommen. Louis Gehlken traf per Abstauber aus der Nahdistanz, nachdem Schulz zwei vorhergehende Versuche pariert hatte. 

Ein Fazit fällt mir schwer, aber irgendwie machen wir es den Gegnern zu leicht.